Idyllisches Koh Mak

Danke Carmen! Was für eine gute Idee, dem Grossstadtjungel auf eine kleine Insel zu entfliehen. Wir vermuten, dass Koh Mak genau das jetzt ist, was Reisende früher auf den grossen Insel in Thailand suchten. Denn jetzt wo die Grossen zu Touristen-Hochburgen werden, bleiben nur noch die Kleinen zur Tiefenentspannung. Auf Koh Mak gibt es zum Glück noch kaum Touristen. Schlendert man an einem der schönen Strände entlang, trifft man auf maximal 10 Leute und davon ist bestimmt die Hälfte einheimisch. Angeblich wehren sich die Leute hier gegen grosse Hotelanlagen. Auf einer kleinen Insel in einer Bucht, steht zum Beispiel eine Hotelruine, welche nie in Betrieb genommen wurde, da sie keine Baubewilligung bekam. Nun versucht der Inhaber über Strandgebühren etwas zu verdienen. Auf einem aufgeschütteten Strand mit weissem Sand aus dem Ausland. Aber wer braucht das schon, wenn die Strände auf Koh Mak so aussehen?

Passend zum Inselfeeling haben wir uns das Bamboo Hideaway als Unterkunft ausgewählt. Ein Hüttchen beinahe komplett aus Bambus. Abgesehen von der Dusche waren alle Wände und Böden aus Bambusstangen. Beim Toilettengang, konnte man die Hühner durch den Boden sehen. Näher an der Natur kann man kaum sein...

Unser Gastgeber Jake war super zuvorkommend, wenn auch immer ein bisschen high! Er kommt von Arizona und lebt schon etwa 10 Jahre in Asien, davon 3 auf Koh Mak.

Bambus-Hütte

Die Leute hier sind gleich noch mal freundlicher als die Thais auf dem Festland. Man darf hier am Strand überall auf die Liegestühle oder unter Schirme, egal von welchem Hostel man kommt. Jeder darf bei jedem in den Pool und alle helfen sofort bei Unklarheiten. Eine einzige Regel, die wir uns merken mussten, immer wenn ein Gebäude mit einer Türschwelle betreten wird, die Schuhe ausziehen.

Hier lässt man die Schlüssel gerne einfach am Roller hängen, denn wer klaut hier schon, wenn jeder jeden kennt? Roller sind auf der Insel das Fortbewegungsmittel Nummer 1. Jeder von klein bis gross fährt mit dem Roller. Wir wurden mit vielen neugierigen Blicken angeschaut, als wir an unserem ersten Tag zu Fuss unterwegs waren. Deshalb mieteten auch wir uns einen Roller. Einen Rollerfüherschein braucht hier niemand, das einzig wichtige: Linksverkehr!

Die Insel hat man mit dem Roller ziemlich schnell erkundet und so haben wir auch bald unsere Lieblingsorte auserkoren. Zum Beispiel die Stege ins ruhige Meer hinaus. Das Wasser war so klar, dass man von hier den Fischen zuschauen konnte. Ausserdem waren die Sonnenuntergänge ein Traum!

Um den exotischen Fischen noch näher zu kommen, haben wir uns einen Schnorchelausflug nach Koh Rang gegönnt. Wir konnten an drei unterschiedlichen Riffs den unglaublich vielen Fischen beim herumwuseln zuschauen. Sie waren so neugierig, dass wir ständig versucht waren nach ihnen zu greifen. Das erste Riff war in einer Bucht mit ganz ruhigem Wasser und vielen kleinen Fischen. Das Wasser war ziemlich warm und deshalb waren wahrscheinlich auch viele Korallen eher grau. Am zweiten Riff gab es immerhin schon dunkelblaue Korallen und ein bisschen grössere Fische. Dieses Riff lag rund um eine ganz kleine Insel. Der Wellengang war hier schon etwas höher, jedoch auf der "Schattenseite" der Insel kaum spürbar. Das dritte Riff lag sozusagen im offenen Meer. Vom Boot aus gab es rundum nur Wasser zusehen. Sobald man aber unter die Oberfläche sehen konnte, erkannte man einen Unterwasserberg, an welchen sich die Korallen schmiegten. Durch das tiefe Wasser gleich anschliessend an das Riff, waren die Fische hier schon eher gross. Zu dem hatten wir das Glück eine Moräne zu sehen. Diese verstecken sich normalerweise tiefer und unter den Riffklippen.

Da wir uns nun soweit südöstlich in Thailand befinden und nicht wieder alles zurück fahren möchten, haben wir uns für eine Planänderung entschieden. Wir werden nun doch im Gegenuhrzeigersinn reisen und sind deshalb spontan auf Kambodscha.





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